Alle Artikel mit dem Schlagwort “Schweizer Buchblog

Franzsika Seyboldt: Rattatatam, mein Herz

Jede_r 6. Deutsche leidet im Laufe ihres_seines Lebens einmal unter einer Angststörung. In der Schweiz wird die Statistik wohl ähnlich aussehen. Auch ich kenne dieses Problem.

Die Journalistin Franzsika Seyboldt schreibt autobiografisch von ihrer Angsterkrankung. Manchmal etwas zu detailliert, sodass auch die Leserin zeitweise nur schon von der Lektüre Herzrasen bekommt. 😉

Die Geschichte ist keine Heilungsgeschichte im eigentlichen Sinne – und doch, irgendwie, ein Befreiungsschlag.
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Ruedi Debrunner: Klangspur in die vergessene Welt

Mein Buch des Jahres.
Für alle, die Musik mögen – und für alle andere auch.

Zugegeben, zuerst war ich unsicher, ob mir das Buch gefallen würde, denn die ersten paar Seiten begeisterten mich nicht vollends. Dann fürchtete ich, Bennos Geschichte sei eine männliche Entwicklungsgeschichte. Vor allem für Männer gedacht.

Doch dann packte mich die Story und liess mich nicht mehr los. Ich bangte, hoffte, schwang mit den Protagonist_innen mit. Mehr als einmal wünschte ich mir, das Buch würde nie zu Ende gehen und war traurig, als es doch geschah.
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Kent Haruf: Unsere Seelen bei Nacht

Holt, eine Kleinstadt in Colorado. Eines Tages klingelt Addie, eine Witwe von 70 Jahren, bei ihrem Nachbarn Louis, der seit dem Tod seiner Frau ebenfalls allein lebt. Sie macht ihm einen ungewöhnlichen Vorschlag: Ob er nicht ab und zu bei ihr übernachten möchte? Louis lässt sich darauf ein. Und so liegen sie Nacht für Nacht nebeneinander und erzählen sich ihre Leben. Doch ihre Beziehung weckt in dem Städtchen Argwohn und Missgunst.

Aus dem Amerikanischen von pociao

Kent Haruf
Unsere Seelen bei Nacht
Diogenes, 2017, 208 Seiten

Guillaume Musso: Das Mädchen aus Brooklyn

Blumiger Krimi oder brutale Love Story? »Das Mädchen aus Brooklyn« lässt mein Herz nicht einen Takt höher schlagen. Zuerst langweile ich mich ziemlich viele Seiten lang, dann kommt Schwung in die Geschichte. Zwischendurch werde ich unangenehm geschockt und am Schluss gibt’s noch etwas für die Tränendrüsen.
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